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Stiftung

Andreas Maske ist ein Mann, der sich Ziele setzt. Sein Unternehmen, die »Maske Fleet GmbH«, hat er 1996 von seinem Vater Eckard Maske übernommen. Der Gründer des Unternehmens vermietete 1959 seinen ersten VW-Kleinbus inklusive aller damit verbundenen Dienstleistungen zum so genannten „Sorglos-Tarif“. Das war in Breddorf bei Zeven (Niedersachsen). 1988 wurde Andreas Maske, der unter anderem in den USA seine Kenntnisse des Leasings und der Langzeitmiete vertieft hatte, zum Geschäftsführer berufen. Das Unternehmen eröffnet weitere Niederlassungen in Deutschland. Das kontinuierliche Wachstum geht weiter; im Jahr vor dem 40jährigen Jubiläum wurden mehr als 100 Millionen Mark umgesetzt. 2002 wurde der Geschäftssitz nach Hamburg verlegt. Derzeit sind fast 9.000 Miet-Fahrzeuge im Bestand.
Die Maske Fleet GmbH – Der Spezialist für Auto-Langzeitmiete.Andreas Maske engagiert sich nicht nur für den HSV. Er hat den Deutsch-Paraguayischer Verein e.V. gegründet, der Sozial-, Bildungs- und Gesundheitsprojekte in Paraguay initiiert und unterstützt. Andreas Maske ist Honorargeneralkonsul des südamerikanischen Binnenlandes. Er erhielt die Ehrendoktorwürde der Universidad Nacional de Asunción.

Der Weg – Persönliches von Andreas Maske – Die Story

Zeven, die niedersächsische Kreisstadt zwischen Bremen und Hamburg, gehörte einst zur Preußischen Provinz Hannover. Von Zeven nach Bremen sind es 41,5 Kilometer, von Zeven nach Hamburg werden 76 Kilometer gemessen – überwiegend Autobahn-Kilometer. Zeven mit seinen 20.569 Einwohnern ist aber nicht nur deswegen interessant, weil es ein kleines verträumtes Städtchen zwischen zwei Stadtstaaten ist, sondern auch deshalb, weil es dort tolle Restaurants gibt, schöne gemütliche Kneipen, und ab und zu auch richtig bunte Volksfeste.
In Zeven gibt es zurzeit auch 2.370 Singles, und um Zeven herum gibt es oftmals Konzerte. In Zeven ist am 9. März 1959 Andreas Maske geboren worden. Das ist deshalb erwähnenswert, weil es ohne diesen Niedersachsen keinen Uwe-Seeler-Fuß am Volksparkstadion geben würde.

Und das ist nun die passende Geschichte dazu:
Als der kleine Knabe Andreas das Laufen gelernt hatte, kam auch – gerade in jenen Zeiten, in denen es noch nicht so viele andere Möglichkeiten gab – schnell der Fußball ins Spiel. Damals wurde nach Herzenslust gebolzt, auch in dem idyllischen Ort Breddorf in der Nähe Zevens. Dort wuchs Andreas Maske im Unternehmerhaushalt seiner Eltern auf, dort hat er seine Kindheit verbracht.

„Als Sechsjähriger konnte er sich noch nicht so recht entscheiden, für welchen Verein er denn nun schwärmen soll? Werder? Oder doch der HSV?“

„Ich habe mich erst als Teenager für einen Klub entschieden. Ausschlaggebend dafür, dass es der HSV wurde, war Uwe Seeler.
Er war damals als Torjäger in aller Munde, zu jener Zeit Deutschlands großer Fußball-Held, das Idol – und auch mein Vorbild“, sagt Andreas Maske in Erinnerung an jene Zeit.

Mit dem Vater ging es oft zum großen Fußball, und zwar in beide Stadien, an Weser und Elbe. Der kleine Buttje Andreas trat damals in den SV Breddorf ein. Natürlich verbunden mit den größten Hoffnungen: „Ich wollte Profi werden und Nationalspieler natürlich.“ Er spielte im Mittelfeld. Aus gutem Grund, wie er selbst befand: „Ich hatte eine gute Kondition, war für einen Stürmer aber zu langsam und für die Abwehr nicht ruppig genug.“

„Ich hatte erkannt, dass es mit der großen Fußballkarriere doch nichts werden würde, dazu hatte ich zu wenig Talent.“

Mit 18 Jahren jedoch war Schluss mit dem Gekicke. Maske: „Ich hatte erkannt, dass es mit der großen Fußballkarriere doch nichts werden würde, dazu hatte ich zu wenig Talent.“ Und es ging schließlich auch darum, beruflich rechtzeitig die Weichen zu stellen. Zunächst aber rief die Bundeswehr. Es ging nach Buxtehude, zur dritten Panzerdivision. Und von dort immer wieder mal nach Feierabend und am Wochenende nach Hamburg. Auch zum HSV. Sehr oft sogar, aber nicht nur.

„Ich habe Hamburg schnell lieben gelernt, und ich habe damals schon beschlossen: Hier wirst du einmal mit deiner Familie wohnen und leben.“

Ein Mann, ein Wort, ein Wohnungsort. Erst zog er nach Rothenburgsort, dann nach Eilbek, um danach mit Frau und Kindern in den Westen der Stadt umzusiedeln. Von dort ging es schnell in den Volkspark. Und ins Stadion.
„Mit unserem Nachwuchs in den Langnese-Familien-Block, das werde ich nie vergessen, das war aufregend für alle. Der HSV spielte an dem Tag gegen den VfB Stuttgart, damals noch mit Bobic. Der HSV verlor an jenem Tag, aber mir geht bis heute nicht aus dem Kopf, dass unserem Fünfjährigen damals eine Leuchtkugel genau vor die Füße geschossen wurde. Da herrschte dann eine gewisse Hektik in der Kurve“, sagt Andreas Maske rückblickend.

Der HSV blieb im Herzen der Familie, und Andreas Maske mietete bald eine Loge für die Familie und seine Firma. Uwe Seeler hatte er da noch nicht kennengelernt, aber das sollte alsbald passieren. Alles begann mit einem Zufall. Der geschah im Februar 2004, als das HSV-Museum erstmals seine Pforten öffnete. Bei den Feierlichkeiten waren nicht nur Offizielle des Vereins zugegen, sondern auch Sponsoren und Freunde des HSV. So auch Andreas Maske, der nicht nur die Loge Nummer 32 gemietet hatte, sondern auch großzügiger Geldgeber für das Museum war.

Die Künstlerin – Brigitte Schmitges

Die Künstlerin hatte bereits für das Sportmuseum in Köln Bronzefüße von Franz Beckenbauer, Fritz Walter,
Günter Netzer und Pelé sowie vieler weiterer prominenter Sportler angefertigt. Dass sie in der Maske-Loge saß, hatte einen bestimmten Grund: Sie glaubte nämlich beim Betreten der Räumlichkeiten, dort auf den Boxer Maske zu treffen – Maskes Loge eben.
Also war Brigitte Schmitges, die im November 2007 viel zu früh starb, auf der Suche nach dem prominenten Henry. Sie saß an einem Tisch und blickte sich immer wieder um. Irgendwo müsste dieser Boxer doch wohl noch auftauchen! Neben ihr saß Carl-Edgar Jarchow, sie unterhielten sich – aber nicht über das Boxen. Bis Andreas Maske an den Tisch trat und sich vorstellte. Von diesem Moment an war klar, dass es nicht mehr um Henry Maske gehen konnte. Obwohl Brigitte Schmitges gerne mit ihm zusammengetroffen wäre, denn sie war immer auf der Suche nach neuen Größen, von denen sie Hand- oder Fußabdrücke nehmen wollte, um daraus Bronze-Modelle anfertigen zu lassen.

Als Andreas Maske sich an diesem Abend nach ihrem Schaffen erkundigte, stand eigentlich schnell für beide, für den Unternehmer sowie für die Künstlerin, fest:

„Wir machen etwas Gemeinsames, etwas ganz Großes.“

Gesagt, getan. Nur was? Und von wem? Maske erinnert sich: „Wenn man in Hamburg ist, dann ist man ja blitzschnell bei Uwe Seeler. Ich glaube, auch Herr Jarchow nannte seinen Namen und war dafür.“ Beschlossen und verkündet. Es sollte Uwe Seelers Fuß werden, das stand fest. Schließlich ist der Ehrenspielführer die größte Sportpersönlichkeit der Stadt. Und die sich daraus ergebende Frage, wo wohl dieser große Fuß stehen könnte, war ebenfalls schnell entschieden: am Volksparkstadion, natürlich.

Standort des Walk of Fame

„Wir fanden dann ein Gebüsch neben dem Aufgang zur Raute. Das sah nicht gerade einladend aus, es lagen Flaschen, Bierbüchsen und allerhand anderer Müll herum, und es roch nicht gerade fein – der Ort diente den Fußballfans wohl öfter als WC!“ So erinnert sich Andreas Maske.
Das etwas anrüchige Gelände gehörte je zur Hälfte dem HSV und der Stadt. Maske: „Viele sagten mir sofort:
„Das schafft ihr nie“ Die Skeptiker aber täuschten sich gewaltig. Nach drei Wochen war alles geklärt, denn alle zogen entschlossen und ganz wunderbar mit.

Die Herstellung

Der Architekt Horst Schmitges, Ehemann der Künstlerin, hat die Planung für das Areal übernommen und die Statik für den Fuß erstellt, denn die Bronze steht nicht auf dem Boden, sondern sie schwebt. Riesige Stahlträger halten das Kunstwerk. Um den Fuß herum wurden elf Schalensitze aus dem Stadion geholt und montiert – in Anlehnung an eine Fußballmannschaft. „Wir wollten nicht nur eine Ehrerbietung für Uwe Seeler, denn Fußball ist ein Mannschaftssport, wir wollten den „Walk of Fame“. Das ist uns trefflich gelungen“, so Andreas Maske.

“ Es gab aber noch eine nicht ganz unwichtige Frage: „Wer macht so etwas? Wer stellt so etwas her?“ So etwas Gigantisches. Schließlich wurde die Kunstgießerei Strassacker in Süssen ausfindig gemacht. Russische Mitarbeiter der Firma wagten sich an die riesige Aufgabe heran – zuerst wurde mit Styropor experimentiert und gearbeitet. Neun Monate dauerte die Anfertigung des Uwe-Seeler-Fußes.
„Das Modell ist so gut geworden, sogar die OP-Narbe der damaligen Achillessehnen-Operation ist zu erkennen“, sagt Andreas Maske.

Uns Uwe – wer sonst?

Uwe Seeler und sein Gönner hatten sich erst kurz zuvor kennengelernt. Vor einem HSV-Spiel im Hotel Engel. Maske: „Er kannte mich nicht, er war zunächst auch skeptisch. Er fragte sich wohl: „Was will der von mir?“ Dafür hatte ich Verständnis. Ich habe ihn dann aber davon überzeugt, dass das eine reine Liebhaberei von mir ist, dass da keiner Geld verdienen wollte und keiner Geld lassen sollte. Dass es rein um die Menschen ging, die Spuren im HSV hinterlassen haben. Die sollten geehrt werden. Und das fand Uwe Seeler dann auch toll.“

Nach und nach intensivierte sich dieser Kontakt, und heute sagt Andreas Maske:
„Wir sind Freunde geworden.“

„Er ist ein Vorbild für mich und außerdem ein äußerst sympathischer Kerl. Er ist eine Legende, die sehr viel und Enormes für den deutschen Fußball geleistet hat. Ob es nun spektakuläre Kopfballtore oder Fallrückzieher sind oder seine unglaubliche Fairness. Das ist alles unvergessen.“
Und deswegen gibt es diesen Fuß. Aus Bronze, 2,5 Tonnen schwer, 5,15 Meter breit und 3,50 Meter hoch.

Es ist vollbracht

Einen großen sechsstelligen Betrag ließ sich der mit einer Langzeit-Autovermietung erfolgreiche Unternehmer den Uwe-Seeler-Fuß und die vielen Erweiterungen bislang kosten. Zur Eröffnung kamen einst einige Hamburger Größen. Bürgermeister Ole von Beust hielt einen Teil der Laudatio, der frühere Bürgermeister Ortwin Runde war danach ebenso Laudator wie der ehemalige Bürgermeister Henning Voscherau. Viel Prominenz hat sich schon am Uwe-Seeler-Fuß eingefunden.

Aus München war Gerd Müller, in der Nationalmannschaft Mitspieler und Nachfolger von „uns Uwe“, mit Frau Uschi gekommen. Das war bei der Eröffnung damals ein Meilenstein in der HSV-Geschichte, und es kamen immer wieder großartige Tage und Momente hinzu. Andreas Maske: „Es gab auf Anhieb viel Zuspruch für die Aktion, und dabei ist es in den folgenden Jahren stets geblieben. Der große Fuß und die vielen anderen Füße und Hände kommen sehr gut an.“ Das Gelände zwischen Volksparkstadion und Arena ist längst zu einem großen Treffpunkt für Fußballfans geworden. Nach dem Tod von Kultmasseur Hermann Rieger wurde es auch zum Wallfahrtsort, an dem Kerzen stehen und Blumen niedergelegt wurden – und immer noch werden. Und wenn in jedem Jahr neue verdienstvolle HSVer hinzukommen, die Spuren hinterlassen haben und dort verewigt werden, dann gibt es stets eine große Feier. Andreas Maske organisiert und sponsert diese Aktionen:
Der großzügige und spendable Mann aus dem verträumten niedersächsischen Breddorf ist längst eine spektakuläre Bereicherung für Hamburg und für den Bundesliga-Dino geworden, und natürlich auch für den Anhang der Rothosen.

„Es ist mir stets aufs Neue eine Freude, denn es ist jedes Mal eine wunderbare Art von HSV-Familientreffen, das da stattfindet.

Der „Walk of Fame“ ist mir eine echte Herzensangelegenheit geworden.“